Schmerzensgeld
Inhaltsverzeichnis
- Was versteht man unter Schmerzensgeld?
- Was ist der Unterschied zwischen Schmerzensgeld und Schadenersatz?
- Gegen wen kann ich Ansprüche auf Schmerzensgeld geltend machen?
- In welchen Fällen kommt eine Zahlung von Schmerzensgeld in Betracht?
- Was sind die Voraussetzungen für einen Schmerzensgeldanspruch?
- Wann ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten?
- Wieviel Schmerzensgeld kann ich erwarten?
- Das Angebot von Patientenhilfe24
Was versteht man unter Schmerzensgeld?
Schmerzensgeld ist eine finanzielle Entschädigung, die Sie als Patient erhalten können, wenn Sie durch einen ärztlichen Behandlungsfehler oder einen anderen medizinischen Eingriff einen körperlichen oder seelischen Schaden erlitten haben. Es soll einen Ausgleich für Ihre erlittenen Schmerzen, Ihr Leid und Ihre Beeinträchtigungen darstellen.
Was ist der Unterschied zwischen Schmerzensgeld und Schadenersatz?
Während Schmerzensgeld den immateriellen Schaden ausgleicht, also Ihre Schmerzen und Ihr Leid, deckt der Schadensersatz die materiellen Schäden ab. Dazu gehören beispielsweise:
Beide Ansprüche können nebeneinander geltend gemacht werden.
Gegen wen kann ich Ansprüche auf Schmerzensgeld geltend machen?
Als Patient können Sie Schmerzensgeldansprüche gegen verschiedene Parteien geltend machen, abhängig davon, wer für den Schaden verantwortlich ist.
In welchen Fällen kommt eine Zahlung von Schmerzensgeld in Betracht?
Was sind die Voraussetzungen für einen Schmerzensgeldanspruch?
Um Schmerzensgeld beanspruchen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Wann ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten?
Ein auf Medizinrecht spezialisierter Anwalt kann in folgenden Situationen sinnvoll sein:
Wichtig: Die Krankenkasse kann keine rechtlichen Schritte für Sie einleiten oder Schadensersatz durchsetzen. Dafür müssten Sie selbst aktiv werden. Bitte kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung. Beachten Sie, dass dieser Prozess oft langwierig und komplex sein kann. Ein erfahrener Patientenanwalt kann Sie durch diesen Prozess führen und Ihre Interessen bestmöglich vertreten.
Wieviel Schmerzensgeld kann ich erwarten?
| Grund für Schmerzensgeld | Gerichtsurteil | Höhe des Schmerzensgeldes (€) |
|---|---|---|
| Behandlungsfehler durch nicht rechtzeitiges Hinzuziehen eines Arztes | OLG Oldenburg, AZ. 5 U 196/19 | 800.000 € |
| Grober Behandlungsfehler bei einer Diagnose | OLG München, 1 U 2237/17 | 500.000 € |
| Nichtbehandlung einer schweren Erkrankung | LG Berlin, 10 O 678/14 | 250.000 € |
| Diagnosefehler, der zu physischer Beeinträchtigung führte | LG Mannheim, 3 O 308/13 | 120.000 € |
| Fehlerhafte Medikamentengabe | LG Frankfurt, 1 O 141/19 | 200.000 € |
| Falsche Operation durchgeführt | OLG Koblenz, 5 U 221/16 | 350.000 € |
| Fehler bei der Nachbehandlung | LG Mainz, 10 O 454/15 | 100.000 € |
| Versäumnis beim Stellen von Diagnosen | OLG Düsseldorf, 4 U 36/17 | 150.000 € |
| Falsche Einschätzung des Gesundheitszustands | LG Stuttgart, 8 O 244/12 | 75.000 € |
| Nichtbeachtung ärztlicher Standards | OLG Schleswig, 11 U 89/17 | 95.000 € |
Diese Tabelle zeigt eine Reihe von Fällen, in denen Schmerzensgeld aufgrund verschiedener medizinischer Behandlungsfehler zugesprochen wurde. Die Höhe des Schmerzensgeldes variiert dabei erheblich, von 75.000 € bis zu 800.000 €, abhängig von der Schwere des Fehlers und den daraus resultierenden Folgen für den Patienten. Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Fall individuell bewertet wird und diese Beispiele nur zur Orientierung dienen.
Das Angebot von Patientenhilfe24
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